T4 Technik
Technische Hintergründe zum VW T4, zum Sondermodell Atlantis und zu meinem ACV. Allgemeine Daten und die tatsächlich an meinem Bus ausgeführten Arbeiten sind bewusst getrennt.
Multivan Atlantis
Der Atlantis wurde zum Modelljahr 1999 als T4-Multivan-Sondermodell eingeführt und blieb bis zum Produktionsende 2003 im Programm. Ab Modelljahr 2000 basierte er auf dem Multivan II. Angeboten wurde er mit 75-kW-TDI, 111-kW-TDI sowie den 2,8-Liter-Sechszylindern.
Typisch waren unter anderem das Stoffdesign „Panama“, Atlantis-Schriftzüge und 15-Zoll-BBS-Leichtmetallräder. Zur Atlantis-Ausstattung gehörten je nach Modellstand unter anderem zwei verschiebbare Drehsitze, vier Steckdosen im Fahrgastraum, Sitzheizung vorne, Lendenwirbelstützen, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, Teillederdetails, Wärmeschutzverglasung und ein tiefergelegtes Fahrwerk.
ACV – der 2,5-Liter-Fünfzylinder-TDI
Der ACV wurde von 1995 bis zum Ende der T4-Produktion 2003 gebaut. Zum Modelljahr 2000 wurde er überarbeitet: Unter anderem sank die Verdichtung von 20,5 auf 19,5 und die Motorsteuerung wechselte von MSA12 auf MSA15. Später kam zusätzlich eine Saugrohrklappe hinzu.
Schon erstaunlich modern: Elektronik im Multivan II
Mein später Multivan II besitzt bereits die modernere Bosch-Motorsteuerung aus der EDC15-Familie. Beim überarbeiteten ACV wird diese Steuerung in der VW-Dokumentation als MSA15 geführt. Dazu kommt der beim T4 ab Modelljahr 2000 gleitend eingeführte CAN-Bus, über den unter anderem Motorsteuergerät, Kombiinstrument und – je nach Ausstattung – weitere Steuergeräte Daten austauschen. Für einen T4 ist das bereits ein deutlicher Schritt in Richtung moderner Fahrzeugelektronik.
Was unter dem T4 steckt
Bei Bremsen, Rädern und Fahrwerk existieren beim T4 viele Varianten. Die exakte Bremsausführung eines konkreten Fahrzeugs wird über die PR-Nummern im Fahrzeugdatenträger bestimmt – deshalb verzichte ich hier bewusst darauf, meinem Bus ohne Prüfung eine bestimmte Sattel- oder Scheibenvariante zuzuschreiben.
D3WZ, Kühlkreislauf und Climatronic
Der Eberspächer D3WZ ist ein wasserführender Diesel-Zuheizer. In Volllast liefert er 3,3 kW Heizleistung, in Teillast 1,6 kW. Sein Dieselverbrauch liegt laut T4-Wiki bei rund 0,27–0,31 l/h.
Bei meinem T4 wird daraus mehr als der serienmäßige Zuheizer: Die Heizung erhält eine selbst entwickelte Steuerung mit Arduino, RTC, Timern, Pumpennachlauf und Ansteuerung der Climatronic.
Zur eigenen Standheizungssteuerung →
Technik, die bereits erneuert wurde
Bei rund 419.000 km bekam mein Atlantis eine große technische Überarbeitung. Das ist keine allgemeine T4-Spezifikation, sondern die tatsächlich an meinem Fahrzeug ausgeführte Arbeit.
Ein T4 ist technisch fast ein eigenes Universum
Motorvarianten, Getriebe, Bremsanlagen, Fahrwerke, Elektrik, Klimatisierung und Sonderausstattungen unterscheiden sich je nach Baujahr und PR-Nummer erheblich. Deshalb soll diese Seite mit dem Projekt weiterwachsen: allgemeine T4-Technik als Nachschlagebereich – und daneben dokumentiert, was an meinem Atlantis tatsächlich verbaut, repariert oder verändert wurde.